Alter Dorfbackofen

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Zweimal im Jahr wurde im alten Dorfbackofen Brot gebacken, jeweils im Frühjahr und im Herbst. Bis Anfang der 1970er-Jahre wurde in Oberems noch Winterroggen angebaut, der für die Herstellung des traditionellen Roggenbrotes verwendet wurde.

Im Laufe der Jahre war der Backofen jedoch stark in die Jahre gekommen und musste dringend renoviert werden. Der Verein «miis Dorf» setzte sich zum Ziel, alte Gebäude und Einrichtungen im Dorf zu erhalten und wieder instand zu stellen. In den Jahren 2003 und 2004 wurden der Dorfbackofen und das dazugehörige Backhaus erfolgreich renoviert und konnten so erhalten werden.

Auch heute wird im Dorfbackofen zu besonderen Anlässen noch traditionelles Roggenbrot gebacken. Ein besonderer Höhepunkt ist das jedes Jahr im Sommer stattfindende Pizzafest. Die im Oberemser Dorfbackofen gebackenen Pizzen sind ein ganz besonderer Genuss und für viele Besucherinnen und Besucher ein Erlebnis, das sie gerne wiederholen.

alter dorfbackofen 2

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Bärentatze

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Der Bär galt immer als das gefährlichste Raubtier der Alpen. Obwohl der letzte, der unsere Gegend unsicher machte, bereits vor über 200 Jahren erlegt wurde, hat man die Geschichte immer sehr lebendig erzählt, als wäre das Ereignis nur ein paar Jahre her. Zur Erinnerung an den letzten Bär hängt die Bärentatze und die Bärengeschichte in Versform, verfasst von Robert Hischier, am Gemeindehaus:

"Zu Massoltern in einem Stalle
spannte ein Schäfer eine schwere Falle.
Ein Bär hatte geraubt dort etliche Schafe
drum sollte er erhalten eine zünftige Strafe.
In der folgenden Nacht schon da kam der Bär.
In den Stall ein zu dringen das fiel ihm nicht schwer.
Er glaubte schon sein Ziel sei glücklich erreicht, 
da schlug in fest nieder ein gewaltiger Streich -
ein Holzbalken war gefallen auf seinen Rücken,
und tat ihn fest auf den Boden drücken!
Er winselt und heult, er brummt und schreit -
doch endlich kann er sich richten empor!
Er findet ganz glücklich des Stalles Tor.
Seine Haut ist verletzt und geschunden
und Blut quillt aus vielen Wunden.
Der Schmerz juckt alle seine Glieder!
Er findet endlich die Orientierung wieder,
er schleicht den Abhang nur langsam hinab
und findet an Turtmannbachs Ufer sein Grab.
Der Schäfer findet bei Tag die blutige Spur,
sie zeigt ihm den Weg durch die steinreiche Flur.
Er findet den toten Bären wieder,
er setzt sich auf dessen Rücken nieder,
er packt ihn an den Ohren ganz tüchtig
und schüttelt ihn fest und tut wichtig
und sagt, du hast gestohlen meine Schafe,
nun hast du bekommen dafür die Strafe."

 

Alte Kapelle

Abgelaufen

Die alte Kapelle wurde im Jahr 1702 erbaut. Bis zum Bau der neuen Kirche diente sie sowohl für Gottesdienste als auch als Aufbahrungsort.

Heute befindet sich die alte Kapelle in Privatbesitz und wird als Sehenswürdigkeit genutzt. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder mit neuen Bildern und Statuen ergänzt und bereichert.

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